Bürgerbeteiligung – Möglichkeiten und Grenzen –

Fazit: Wieder mal eine gelungene Veranstaltung der BürgerInteressen Talheim e.V. zusammen mit dem Bildungswerk für Kommunalpolitik Baden Württemberg e.V., die mehr Zuspruch verdient gehabt hätte.

Am 16. November 2016 fand der Vortrag Bürgerbeteiligung –Möglichkeiten und Grenzen– den die BIT e.V. zusammen mit dem Bildungswerk für Kommunalpolitik Baden Württemberg e.V. organisierte, statt. Als Referentinnen konnten Frau Dr. Miriam Freudenberger von der Allianz für Beteiligung e.V. und Sarah Händel von Mehr Demokratie e.V. Baden Württemberg gewonnen werden.

Pünktlich um 19.00 Uhr begrüßte Vorstand Lutz Krauss knapp über 30 Gäste. Auch Herr Friedhelm Werner als Vertreter des Bildungswerkes richtete ein paar Worte an die Anwesenden, bevor Frau Dr. Freudenberger und Frau Händel einen kurzweiligen Einblick in die oft gar nicht so einfache Materie gaben. Es traten während des Beitrags auch immer wieder Fragen auf, die sachkundig beantwortet wurden.

Nach einer kurzen Pause wurde in großer Runde angeregt diskutiert. Ein Thema war natürlich der Standort des geplanten Senioren-/Pflegeheimes in Talheim. Hierbei wurde deutlich, dass sich die Bürgerinitiative gegen den Standort Hundsbergstraße für ihr Bürgerbegehren zum Bürgerentscheid besser Hilfe eingeholt hätte, da es wohl formelle Fehler in der Unterschriftenaktion gab. In der Gemeinderatsitzung vom 5. Dezember 2016 wird das Ergebnis der Prüfung durch eine Anwaltskanzlei bekannt gegeben.

Im Anschluss an den offiziellen Teil gab es bei Knabbereien und „einem“ Glas Wein vom Weingut Bauer aus Talheim die Gelegenheit, weitere intensive Gespräche im kleinen Kreisen zu führen. Auch die beiden Referentinnen standen für Fragen noch zur Verfügung.

Leider müssen wir anmerken, dass die Anzahl der Besucher nicht ganz unseren Erwartungen entsprach. Wir werden auch überlegen, ob wir Veranstaltungen weiterhin in dieser Form durchführen werden, da dies mit einem erheblichen zeitlichen und finanziellen Aufwand verbunden ist. Bei knapp über 30 Besucher, wobei die Mehrzahl der Anwesenden Mitglieder der BIT e.V. waren, lohnt es sich nicht. Eine Möglichkeit wäre, die Veranstaltung zukünftig in Form einer Diskussionsrunde zu organisieren. Dann könnten die vielleicht 20 bis 30 interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch mehr mit nach Hause nehmen.

Positiv zu vermelden ist, dass es sich Herr Bürgermeister Gräßle nicht nehmen ließ, als Gast, Zuhörer und Mitdiskutant die Veranstaltung zu besuchen. Nach Aussagen der Referentinnen ist es nicht so selten, dass der Bürgermeister bei ihren Vorträgen nicht anwesend ist. Dann fehlt natürlich ein wichtiger Akteur.

Lutz Krauss und Wolfgang Niklaus

 

Bürgerbeteiligung – Möglichkeiten und Grenzen –

3 Kommentare zu “Bürgerbeteiligung – Möglichkeiten und Grenzen –

  • 22. November 2016 um 18:17
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    Ja, die Veranstaltung war richtig, richtig gut! Wenn ich den Inhalt kurz für mich zusammenfasse, dann geht es bei Prozessen der Bürgerbeteiligung um umfassende Information, frühzeitige Einbindung der Bevölkerung, um Offenheit, Fairness und Ehrlichkeit. Es geht darum keine Fronten zu bilden, sondern zusammen Wege zu finden, die alle nachvollziehen können. Vor allem geht es eben nicht darum Prozesse von außen steuern zu lassen um dann Ergebnisse zu präsentieren, sondern es geht um wirkliches Mitgestalten.

    Mit den beiden Referentinnen war offensichtlich eine neue Generation am Start, denn in Talheim sind wird von derlei Vorgehensweise meilenweit entfernt.

    Wir wissen ja in der Zwischenzeit, dass das Bürgerbegehren aufgrund von Formfehlern abgewiesen wird. Dass es überhaupt bis zu diesem Schritt gekommen ist, damit zeigt Talheim, dass es genauso von Seiten der Verwaltung und des Gemeinderates große Defizite bei wirklicher Mitgestaltung gibt. Sonst hätte nicht der Großteil schon die 866 Unterschriften ignoriert.

    Wem ist jetzt zu gratulieren??? Es gibt nur Verlierer was die Kultur des Miteinander und Füreinander in Talheim betrifft.

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