Bericht Gemeinderatssitzung vom 18.04.2016

Tagesordnung

Die Gemeinderatssitzung am 18.04.2016 hatte mehr den Charakter einer Arbeitssitzung. Wie der Tagesordnung zu entnehmen ist, gab es eigentlich zu den Punkten nicht viel Spielräume, da sie mehr oder weniger Folgeentscheidungen aus vorhergehenden Sitzungen sind.

Da die Sanierung der Schossberschule hauptsächlich in den Schulferien über die Bühne gehen soll, müssen die ersten Gewerke jetzt vergeben werden. Zur Entscheidung standen der Abbtuch der Überdachung zwischen Schule und Musikpavillon, Gerüst, Rohbau, Dachsanierung und Fensterbau. Das Angebot des günstigsten Bieters (der auch den Auftrag erhielt) und die errechneten Kosten entnehmen Sie bitte der folgenden Tabellen, wobei die Kosten, die über den errechneten liegen, rot dargestellt sind:

Gewerk Errechnet Zuschlag Abweichung in Prozent
Abbruch

8.508,50 €

6.545,00 €

-1.963,50 €

-23,1%

Gerüst

19.657,61 €

28.040,15 €

8.382,54 €

42,5%

Rohbau

63.302,05 €

118.408,06 €

55.106,01 €

87,1%

Dachsanierung

267.760,71 €

256.478,42 €

-11.282,29 €

-4,2%

Fensterbau

852.949,16 €

548.720,90 €

-304.228,26 €

-35,7%

Gesamt

1.212.178,03 €

958.192,53 €

-253.985,50 €

-21,0%

Erfreulich ist, dass bei dieser Baumaßnahme bisher der geplante Kostenrahmen um ca. 250.000 Euro oder 21% unterschritten wurde. Bedenklich hingegen sind die Abweichungen. Diese wurden z.T. damit begründet, dass die Umfang der Arbeiten in der Kostenschätzung von den ausgeschriebenen Arbeiten abweichen. Euphorie hinsichtlich der Kosten ist aber noch nicht angebracht, es fehlen noch einige Gewerke. Die Abweichungen könnten auch in die Richtung gehen, die nicht so angenehm für die Gemeindekasse sind.

Frau Spröhnle, Ihnen allen bekannt als Jugendreferentin der Gemeinde Talheim, stellte die Highlights Ihrer Arbeit mit den Talheimer Jugendlichen vor. Alles in allem war sowohl Frau Spröhnle als auch der Gemeinderat äußerst zufrieden mit dem Jahr. Erfreulich ist auch, dass auch ehemalige Besucher des Jugendhauses die Bindung nicht verloren haben und sich am 24.12. zu einem Weißwurstfrühstück trafen. Hoffentlich etabliert sich dies. Einrichtungen wie das Jugendhaus werden nicht allein von hauptamtlichen Mitarbeiter getragen. Hier ist immer auch die Unterstützung von ehrenamtlichen nötig, um ein attraktives Angebot realisieren zu können.

Erfreulich ist auch, dass Frau Spröhnle bzw. die Diakonische Jugendhilfe Heilbronn sich auch bereit erklärt hat, bei der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an Entscheidung des Gemeinderates zu beteiligen. Natürlich gilt dies nur, wenn die Entscheidung Kinder und Jugendliche auch betrifft. Nach der Änderungen der Gemeindeordnung vom 14.10.2016 ist der Gemeinderat dazu verpflichtet. Hier eine Parallelstruktur am Jugendhaus vorbei zu etablieren ist sicherlich nicht sinnvoll. Jedoch muss ein Weg gefunden werden, der auch die Kinder und Jugendlich mit einschließt, die nicht regelmäßig das Jugendhaus besuchen.

Als Erschließungsträger für das Neubaugebiet Graben / Vorderer Tiefer Graben setzte sich die Kommunalentwicklung GmbH (KE) gegen die Stadtentwicklung Südwest GmbH (STEG) durch. Beide gaben ein Angebot ab, die sich jedoch grundsätzlich unterschieden. Die STEG arbeitete mit festen Stunden für bestimmte Aufgaben, die im Zuge der Erschließung anfallen. Werden diese Stunden überschritten, werden diese zusätzlich in Rechnung gestellt. Die KE hat der Gemeinde Talheim feste Preise angeboten für die einzelnen Projektstufen.

Für mich war ausschlaggebend, dass die angebotenen Stunden der STEG mit ziemlicher Sicherheit zu nieder angesetzt sind. Insofern ist das Angebot der STEG nicht der Preis, der letztendlich zu zahlen ist. Da es für die STEG vorteilhaft ist, noch ein paar Stunden drauf zu satteln, könnte dies möglicherweise zu Diskussion führen, ob die eine oder andere Leistung wirklich notwendig war. Nach einigem hin und her, das Angebot der STEG war günstiger als das der KE, wurde einstimmig die sichere Variante gewählt, d.h. der Festpreis der KE.

Der Gewerbeverein Talheim hat anlässlich seines Brunnenfestes am 5.06.2016 von 13:00 Uhr bis 18:00 Uhr einen verkaufsoffenen Sonntag beantragt. Niemand hatte etwas dagegen.

Der letzte Tagesordnungspunkt, Abrundungs- und Ergänzungssatzung nach § 34 Abs. 4 Baugesetzbuch, wurde einstimmig angenommen.

Lutz Krauss

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