Bericht Gemeinderatssitzung vom 26.09.2016 TOP 1 – 4

Wie nicht anders zu erwarten war, fanden sich zahlreiche Zuhörer bei der Gemeinderatssitzung am 29.09.2016 zum Tagesordnungspunkt 1, Entwicklung eines Pflege- und Seniorenheimes im Gewann Tannenäcke, ein. Vorgestellt wurde der Entwurf der Firma WohnbauStein GmbH als Investor (zur Vergrößerung einfach auf das Bild klicken).

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Es ist auch nicht überraschend, dass das betreute Wohnen vorne und das Pflegeheim nach hinten versetzt geplant wird. Der Eingang zum Pflegeheim in der nordöstlichen Ecke mit den zugehörgien Parkplätzen macht erforderlich, dass der Tannenäckerweg befahren werden muss. Begründet wurde dies damit, dass man den Eingangsbereich so besser gestalten könne. Nach den Erfahrungen der Planer bevorzugen die Bewohnerinnen und Bewohner einer Pflegeeinrichtung die Bereiche, an denen sich das Leben abspielt. Blicke in die Landschaft ohne Menschen oder Leben seien nicht so interessant.

Die Immobilie verbleibt im Eigentum der WohnbauStein GmbH und wird langfristig, die Rede war von ca. 25 Jahren, an die Alexander-Stift Dienste für Senioren GmbH als Betreiber verpachtet. Die Pläne sehen vor, dass drei Wohngruppen zu 15 Zimmer, also insgesamt 45 Plätze, entstehen. Zwei Wohngruppen werden im südlichen Teil (zweigeschossige Bebauung) und eine Wohngruppe im oberen nördlichen Teil des Pflegeheims untergebracht. Im unteren nördlichen Teil sind u.a. Räumlichkeiten für eine Tagespflege vorgesehen.

Insgesamt hinterließen die vier Herren (Vertreter von WohnbauStein, des Betreibers sowie der Architekt) einen kompetenten Eindruck. Interessant fand ich noch die Bemerkung, dass ein Pflegeheim unbedingt in das öffentliche Leben einzubinden sei. Auf die Rückfrage, wie dies konkret realisiert werde könne, wurde als Beispiel wurde Freundeskreise oder Fördervereine genannt. Dabei könne ein Betreiber bzw. ein Planer nur unterstützend wirken.

Angedacht war eigentlich, dass sich in den nächsten Sitzungen andere Interessenten vorstellen. Da jedoch einige Bürgerinnen und Bürger zur Standortfrage einen Bürgerentscheid anstreben, wird überlegt, ob man daran festhalten sollte. Ich tendiere dazu, hier nicht weiter zu machen, sondern abzuwarten, ob die nötigen Stimmen erreicht werden. Rechtlich müssen die Füße erst dann still gehalten werden, wenn der Antrag auf einen Bürgerentscheid offiziell gestellt worden ist.


Die Sanierung der Schlossbergschule geht nicht wie geplant über die Bühne. Ein geordneter Schulbetrieb ist aber möglich, obwohl sich die Bauarbeiten noch etwas hinziehen werden. Ursache dafür ist, dass ein Unternehmen zu einem relativ frühen Zeitpunkt sich nicht an den zugesagten Baubeginn gehalten hat. Die Architektin wie auch die Verwaltung trifft hier keine Schuld. Frau Epple bemerkte jedoch, dass es insbesondere mit solchen Firmen, die nicht aus dem näheren Umfeld von Talheim stammen, Schwierigkeiten gäbe. Ich nahm dies zum Anlass, die Gemeindeverwaltung darum zu bieten, die Vergaberichtlinien für den Gemeinderat zusammen zu stellen. Vielleicht ergibt sich die Möglichkeit, bei zukünftigen Bautätigkeiten nicht immer den günstigsten Bieter zu nehmen. Es ist unter dem Strich wenig gewonnen, wenn man bei der Vergabe ein paar Euro spart aber man später mit dem Leistungserbringer Ärger hat.


Dem Vertrag bzgl. einer 50% Stelle bei der Diakonischen Jugendhilfe Heilbronn wurde zugestimmt. Die Stelle soll noch dieses Jahr besetzt werden. Da ich ein Freund der Prävention und nicht der Reaktion bin, hoffe ich, dass die dort eingestzten Mittel den entsprechenden Erfolg haben werden. Teil des Vertrages ist auch, dass ein- bis zweimal im Jahr dem Gemeinderat über diese Arbeit berichtet wird.


Der Punkt 4, Änderung der Benutzerordnung der Gemeindebücherei, wurde einstimmig angenommen. Frau Knoll hat sich (vermutlich mit Verstärkung) die Mühe gemacht, diese auf Vordermann zu bringen. Anlass hierfür war, dass die Verwertungsgesellschaft Wort je Kopierer bzw. Drucker 37,07 Euro je Gerät verlangt. Da im letzten Jahr acht Kopien in der Gemeindebücherei erstellt worden sind, macht dies wenig Sinn. In diesem Zusammenhang wurden u.a. auch die Leihfristen angepasst. Sie betragen jetzt unabhängig vom Medium (Buch, CD, DVD, …) vier Wochen.

Lutz Krauss

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